Anästhesie

Schonend und zuverlässig – Narkose im Alsfelder Krankenhaus

Schmerzfreie Operationen – dafür setzt sich unser Chefarzt Dr. med. Reinhard G. Runkel und sein erfahrenes Team persönlich ein. Selbstverständlich nehmen sie sich Zeit für Sie, für Ihre Ängste und Beschwerden, und beraten Sie vor jedem Eingriff ganz individuell. Ein für Sie abgestimmtes Narkoseverfahren ist uns wichtig. Zur Auswahl stehen dafür neben der Vollnarkose verschiedene Formen der Regionalanästhesie, die einzelnen Körperregionen wie Arme, Beine oder Unterbauch ausschalten.

In vier Operationssälen werden im Kreiskrankenhaus Alsfeld täglich bis zu 30 Operationen durchgeführt. Eine hochmoderne Monitoranlage unterstützt im Operationssaal die Anästhesisten. Sie ermöglicht eine exakte Überwachung vieler lebenswichtiger Körperfunktionen – ähnlich wie auf der Intensivstation. Der Aufwachraum für die Zeit nach der Operation liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Operationssälen und der Intensivstation. Hier werden Sie in der postoperativen Zeit fürsorglich überwacht und mit der Schmerztherapie kann begonnen werden.

Anästhesie-Pass

Noch mehr Sicherheit durch Ihren persönlichen „Anästhesie-Pass“

Bei der Durchführung von Operationen gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Schmerzausschaltung. Bei allen Verfahren kann es Besonderheiten geben, die für eine weitere zukünftige Narkose von Bedeutung sein können. Deshalb haben wir einen „Anästhesie-Pass“ eingeführt, in dem alle relevanten Narkosen und Techniken sowie Medikamente eingetragen werden. Diese zusätzlichen Informationen dienen dazu, das Narkoserisiko zu senken.

Die meisten Patienten erwarten von Anästhesisten eine sorgfältige Narkose. In unserer Anästhesie-Abteilung dürfen Sie heute aber mehr erwarten als nur eine Operation ohne Schmerzen – Ihre volle Zufriedenheit ist das Ziel unseres Teams.

Narkose-ABC

Das Narkose-Sicherheits-ABC für Patienten

Eine Narkose ist heutzutage sehr sicher durchführbar. Allerdings beruht diese Sicherheit auf mehreren Faktoren:

  • Genaue Kenntnis der Vorerkrankungen des Patienten durch den Narkosearzt
  • Fachärztliche Voruntersuchung zur Narkose
  • Durchführung der Narkose nach neuesten Standards durch eine Fachärztin/einen Facharzt für Anästhesie
  • Ein gut aufgeklärter und informierter Patient

Durch unser hier vorgestelltes Narkose-Sicherheits-ABC sollen Sie schon im Vorfeld bestmöglich über die bevorstehende Narkose aufgeklärt werden. Denn wir sind überzeugt, erst wenn Ihnen bewusst ist, weshalb von Ihnen bestimmte Verhaltensregeln gewünscht werden, können Sie entscheidend zur Narkosesicherheit beitragen.

Gemäß unserem Motto: Schlafen Sie ruhig, wir passen gut auf Sie auf!!

A

Allergie

Informieren Sie Ihren Narkosearzt über bestehende Allergien. Bringen Sie einen vorhandenen Allergieausweis sowohl zum Vorgespräch als auch zum OP-Tag mit. Ihr Narkosearzt kann damit herausfinden, welche Medikamente zur Narkose und in der Nachbetreuung eingesetzt werden können und welche nicht.

B

Brille

Bitte tragen Sie prinzipiell keine Brille im OP. Nur nach Rücksprache mit Ihrem Narkosearzt können Sie Ihre Sehhilfe mit in den Aufwachraum nehmen.

C

Cosmetika

Bitte vermeiden Sie vor der Narkose, sich mit Hautcreme oder anderen Kosmetika einzucremen. Dies erschwert die sichere Fixierung von Nadel und Beatmungsschlauch.

Nagellack, so weit wie möglich, entfernen (v. a. roten Nagellack). Durch Nagellack wird die Überwachung des Sauerstoffgehaltes im Blut (Pulsoxymetrie) während der Narkose erschwert. Deshalb tragen Sie bitte nur Ihre natürliche Schönheit im OP!

D

Drogen

Nehmen Sie mindestens 24 Stunden vor einer Narkose keine Drogen ein. Sie gefährden sich selbst, da viele Medikamentenwirkungen verstärkt werden können. Bitte vermeiden Sie am OP-Tag auch Alkohol und Beruhigungsmittel! Am OP-Tag erhalten Sie von uns eine kleine Beruhigungstablette.

E

Erkältung

Eine bestehende Infektion der Atemwege erhöht das Narkoserisiko erheblich. Informieren oder kontaktieren Sie deshalb Ihren Narkosearzt, falls kurz vor der OP ein Infekt oder eine ausgeprägte Erkältung auftritt.

F

Flüssigkeit

Kleinere Mengen an klarer Flüssigkeit (z. B. Mineralwasser oder Tee) sind bis 2 Stunden vor der OP erlaubt. Am OP-Morgen wird Ihnen Ihr Narkosearzt mitteilen, in welchem Zeitraum Sie operiert werden und bis zu welcher Uhrzeit Sie noch trinken dürfen.

G

Gesundheitszustand

Sollte sich Ihr aktueller Gesundheitszustand vor der Narkose ändern, nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Narkosearzt auf. Bitte achten Sie darauf, dass Sie infektfrei sind, das heißt ohne Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Durchfall, Erbrechen oder Fieber und halten Sie gegebenenfalls Rücksprache mit uns. (siehe auch Erkältung)

H

Hörgerät

Hörgeräte werden prinzipiell nicht im OP benötigt. Bei einer Vollnarkose schlafen Sie ohnehin tief und fest. Während einer OP müssen unter Umständen unterschiedliche Lagerungen durchgeführt werden. Es besteht dadurch die Gefahr, dass Druckstellen auftreten oder sogar ernsthafte Verletzungen resultieren können. Allerdings kann das Mitnehmen der Hörgeräte für die Zeit im Aufwachraum, in Absprache mit Ihrem Narkosearzt, sinnvoll sein.

I

Infusion

Manche Patienten geben an, durch die notwendige Flüssigkeits- und Nahrungskarenz vor Operationen extreme Befindlichkeitsstörungen zu haben. Teilen Sie dies Ihrem Narkosearzt mit, denn es gibt Möglichkeiten, dies zu vermeiden bzw. abzumildern. Ggf. wird Ihnen vor der OP noch auf Station eine Infusion angelegt. Dadurch wird Ihnen Flüssigkeit zugeführt und Ihr Kreislauf gestützt.

K

Kontaktlinsen

Bitte tragen Sie am Tag der Narkose keine Kontaktlinsen. Bei einigen Operationen werden Ihre Augen mit speziellen Schutzpflastern abgedeckt. Beim Tragen von Kontaktlinsen kann dies zu schweren Augenverletzungen führen.

 

Kaugummi

Das Kaugummikauen vor einer Narkose erhöht die Magensäureproduktion! (siehe auch Nüchternheit)

L

Lagerungsschäden

Bitte teilen Sie uns mit, ob bei Ihnen bereits künstliche Gelenke (Hüfte, Knie oder Schulter) implantiert wurden oder ob Sie andere Gelenkprobleme haben. Das Gleiche gilt bei bestehenden Lagerungsschäden (z. B. Nervenverletzungen) durch vorausgegangene Operationen.

So gelingt eine sorgfältige Planung und Durchführung der Lagerung unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Risikofaktoren. Dadurch können wir Lagerungsschäden besser vermeiden!

M

Medikamente

Bringen Sie zum Narkosevorgespräch und zum OP-Termin Ihre Medikamente (Medikamentenliste), die Sie regelmäßig einnehmen, mit. Ihr Narkosearzt bespricht mit Ihnen, welche Medikamente Sie vor der OP einnehmen oder weglassen sollen. Persönliche Dauermedikamente müssen zum Teil am Operationstag eingenommen werden, hierzu berät Sie Ihr Narkosearzt.
Entgegen dem Grundsatz, dass vor einer Operation nicht gegessen oder getrunken werden darf, ist es dennoch sinnvoll, bestimmte Medikamente weiter einzunehmen. Ihr Narkosearzt legt im Vorgespräch mit Ihnen fest, welche Medikamente auch am OP-Tag einzunehmen sind. Diese können mit einem Schluck Wasser vor der Operation eingenommen werden.

N

Nüchternheit

Bei nicht nüchternen Patienten kommt es durch einen vollen Magen häufiger zu Übelkeit und Erbrechen als bei nüchternen Patienten. Während der Narkoseeinleitung oder der Aufwachphase werden Schutzreflexe unterdrückt. Dadurch wird ein Eintritt von Erbrochenem in die Lunge ermöglicht. Dieser Vorgang nennt sich Aspiration. Eine Aspiration kann durch den sauren Magensaft eine Lungenentzündung oder sogar schwere Schäden am Lungengewebe verursachen. Akut könnte das eine Beatmung für längere Zeit notwendig machen (Intensivstation). Es können aber auch dauerhafte Schäden an der Lunge zurückbleiben. Heute ist die Aspiration eine seltene Komplikation, da auf das Nüchternheitsgebot streng geachtet wird. (siehe auch Kaugummikauen)

O

Operationen

Berichten Sie Ihrem Narkosearzt über vorausgegangene Operationen und durchgeführte Narkosen. Dabei können wichtige Informationen für die jetzt anstehende Narkose gewonnen werden. Vielleicht besitzen Sie einen Anästhesieausweis, nehmen Sie diesen sowohl zum Vorgespräch als auch zum OP-Termin mit.

P

Piercing

Legen Sie jegliches Piercing (Zunge, Bauchnabel etc.) ab. Durch Zungenpiercing kann es zu Verletzungen während der Beatmung und Einführen des Beatmungsschlauches kommen.

Q

Quick und Co.

Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen (Herz, Gefäße) benötigen „Blutverdünnungsmedikamente“ (ASS, Marcumar, Plavix etc.). Diese sind für sie wichtige Medikamente. Allerdings zu einer geplanten Operation kann eine veränderte Blutgerinnung problematisch sein. Geben Sie Ihre Blutverdünnungsmedikamente mit Namen, Dosierung und Grund der Einnahme an. Ihr Narkosearzt wird dann mit Ihnen und bei Bedarf mit Ihrem Hausarzt und ggf. Kardiologen das beste Vorgehen in Sachen Blutverdünnung während des Zeitraums der geplanten Operation besprechen.

R

Rauchen

Rauchen regt die Magensaftsekretion an. So kann es trotz Nahrungs- und Flüssigkeitskarenz zu einer großen Ansammlung von Magensekret kommen und dadurch eine erhöhte Aspirationsgefahr entstehen. Deshalb möchten wir Sie bitten, am OP-Tag nicht mehr zu rauchen! Das Gleiche gilt für Kaugummi und Bonbon. (Siehe auch Nüchternheit)

S

Schmuck

Legen Sie allen Schmuck ab. Zum einen wegen der Hygiene aber auch zu Ihrem Schutz vor Verletzungen, die durch die Operationslagerungen resultieren können.

T

Trinken

Nach Absprache mit Ihrem Narkosearzt können Sie bis zu 2 Stunden vor der OP schluckweise klare Flüssigkeit zu sich nehmen, d. h. Wasser oder Tee.

U

Untersuchungen

Bringen Sie alle Unterlagen über vorangegangene Untersuchungen (Kardiologe, Radiologen etc.) sowohl zum Narkosevorgespräch als auch zum Operationstermin mit.

V

Vollbart

Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, Ihren Vollbart eigentlich mal abzulegen, wäre vor einer geplanten Operation und Narkose der richtige Zeitpunkt. Der nicht vorhandene Bart erleichtert eine Beatmung mittels Gesichtsmaske und ermöglicht eine bessere Sicherung des Beatmungsschlauches.

W

Wasser lassen

 

Haben Sie kurz vor der Fahrt in den OP noch das Bedürfnis, auf die Toilette zu gehen, dann tun Sie das, wir geben Ihnen dafür Zeit. Berichten Sie uns auch bitte über Beschwerden mit dem Wasserlassen nach vorausgegangenen Narkosen.

 

Wärme

Kommen Sie WARM zur Narkose, decken Sie sich auf Station gut zu. Untersuchungen zeigten, dass sich so Wundinfektionen reduzieren lassen.

X

Berühmter Satz mit X …

Die Aussage „Ich weiß nix …“  sollte es bei Patienten heutzutage nicht mehr geben. Sie sind ein mündiger Patient! Bitte wenden Sie sich an Ihren Narkosearzt, falls noch Unklarheiten über die Narkose, Vorgehensweise oder andere Sachverhalte bestehen. Wir informieren und erklären gerne, denn ein aufgeklärter und informierter Patient trägt erheblich zur Narkosesicherheit bei.

Z

Zahnprothesen/-ersatz

Lassen Sie Zahnteile (Zahnprothesen), Zahnspangen aber auch künstliche Haarteile (Perücken) sowie andere Prothesen auf der Station zurück. Ausnahmen sind nur nach Rücksprache mit dem Narkosearzt möglich. Bitte weisen Sie uns insbesondere auf lockere oder schadhafte Zähne hin, auch wenn sie Sie im Alltag nicht behindern (z. B. durch eine darübersitzende Prothese).
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